LAMA  und  ALPAKA  REGISTER AUSTRIA
Verband österreichischer Lama- und Alpakahalter




Relevante Bundesgesetze und Verordnungen:
Veterinärrechtsänderungsgesetz 2007 Tierkennzeichnungs- und Registrierungs Verordnung 2009
vom 11.Jänner 2008 /Ivom 10.09.2009, BGBl. Nr. 291 (TKZVO 2009)

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2009_II_291/BGBLA_2009_II_291.pdf

Änderung der Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung 2009 
vom 4. Februar 2011

http://www.ris.bka.gv.at/Do
kumente/BgblAuth/BGBLA_2011_II_35/BGBLA_2011_II_35.pdf

 
Für Cameliden-Halter zutreffende Bestimmungen (Auszug):

Definition, § 2 (1) Abs. 15:
Kamele  sind die zur Gattung Camelus oder Lama aus der Familie Camelidae, Unterordnung Tylopoda gehörende Tiere
(Lamas, Alpakas, Guanakos und Vikunjas sowie Dromedar oder einhöckriges Kamel und Trampeltier oder zweihöckriges Kamel)

Registrierungspflichten für Tierhalter, § 4(3): MELDEFRIST GEÄNDERT gegenüber BGBl. Nr. 291 vom 10.09.2009 !


Die Tierhalter von Kamelen haben Angaben gem. § 8 TSG, insbesondere Adresse, Rechtsform des Betriebes und persönliche
Daten des Tierhalters(einschließlich, soweit vorhanden, Vereinsregisternummer, Firmenbuchnummer und Kommubikationsdaten),
sowie die Daten zur Tierhaltung nach Anhang 1
innerhalb von sieben Tagen nach Aufnahme der Tierhaltung bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu melden.



Ein Meldeformular zum Ausfüllen und senden an die BH (im Excel Format erstellt von W. Thaler) finden Sie hier:

Meldeformular

Stammdaten sind insbesonders:
LFBIS Nr. (Betriebsnummer gemäß dem Land- und Forstwirtschaftlichen Betriebsinformationssystem)
bei
landw. Betrieben, Betriebsadresse, Nachname, Vorname, Geburtsdatum des Tierhalters, Zustelladresse,
Telefon, ev. E-Mail-Adresse; zusätzlich ev. Firmenbezeichnung oder Vereinsbezeichnung;

Betriebsdaten: Art der Nutzung (Tätigkeit), Tierbestand der zu erfassenden Tierart(en) zum Erhebungsstichtag

Die Registrierung der Meldungsdaten im VIS (Veterinärinformationssystem) erfolgt durch die Behörde.

Kennzeichnung von Kamelen, § 36:
Kamele sind auf Kosten des Tierhalters vor Ausstellen von amtlichen Zertifikaten (Zeugnissen), im Zuge einer Tierimpfung gegen
eine anzeigepflichtige Tierseuche (z.B. Blauzungenkrankheit) oder gegen eine andere Tiererkrankung, die einer veterinärrechtlichen
Regelung unterliegt, sowie auf eine behördliche Anordnung hin, mit einem injizierbaren Transponder (Mikrochip) durch einen
Tierarzt zu kennzeichnen
.

Die Implantation des Transponders ist entweder im Bereich des linken Ohrgrundes oder an der linken Halsseite eine Handbreite
vor dem Schulterblatt vorzunehmen

.

Bestandsregister, § 19:

Die Führung eines Bestandsregisters ist für Schweine, Schafe und Ziegen vorgeschrieben, nicht jedoch für Kamele.

Anmerkung:

Die Registrier- und Meldepflicht gilt gleichermaßen auch für Equidenbestände (Pferde, Esel)  Equiden sind ausnahmslos zu kennzeichnen;

 A C H T U N G !

Im Bundesgesetzblatt I  Nr. 54/2007 vom 31.Juli 2007 wurde das:
"Bundesgesetz, mit dem ein Tiertransportgesetz erlassen wird, und das
Tierschutzgesetz und das Tierseuchengesetz geändert werden",
  
verlautbart.
Dieses Gesetz betrifft natürlich auch den Transport von Alpakas und Lamas und erfordert vom Transporteur, um Strafen zu
vermeiden, Beachtung und strikte Einhaltung,  Wenn sie den genauen Gesetzestext (.pdf) lesen möchten, klicken sie auf:

TIERTRANSPORTGESETZ

Die Information vom BM für Gesundheit u. Konsumentenschutz zum Thema ist folgende:  (25.10.2007)
 
Die Landwirtschaftskammer ist berechtigt, Befähigungsnachweise für Tiertransporte über eine Entfernung von mehr als 65 km auszustellen.
Bei Erfüllung der dazu notwendigen Voraussetzungen und rechtzeitiger (vor dem 31. Oktober 2007) Übermittlung eines ausgefüllten und
unterschriebenen Antragsformulars (wurde von den Landeslandwirtschaftskammern an alle Tierhalter gesendet) erhalten registrierte
Landwirtediesen Befähigungsnachweis. Dieser ist für landwirtschaftliche Nutztiere gültig.
Wenn Tiere zu Zwecken der Ausstellung oder für Turniere oder Wanderungen transportiert werden, ist auch in Zukunft bei Entfernungen
vonmehr als 65 km "KEIN" Befähigungsnachweis erforderlich! Die Frage, ob es sich bei einem Transport um einen wirtschaftliche Zweck
handeltoder nicht, ist Angelegenheit der Behörde, also der Bezirkshauptmannschaft.
Lediglich bei Transporten für wirtschaftliche Zwecke (z. B. Transport von ge- oder verkauften Tieren, Transport zum Belegen, Transport zu
Schauveranstaltungen, Versteigerungen etc.) ist eine Zulassung als Transportunternehmer erforderlich.
Alle Nicht-Landwirte, die Tiere für wirtschaftliche Zwecke mehr als 65 km transportieren müssen / wollen, sind angehalten, eine
Zulassung als Transportunternehmer bei der Bezirkshauptmannschaft zu beantragen.
Für die Ausstellung einer Transportunternehmerzulassung gibt es im wesentlichen vier Kriterien, die erfüllt werden müssen:
1.) Der Antragsteller muss seinen ordentlichen Wohnsitz im Bundesgebiet haben
2.) Er muss den Nachweis erbringen, dass er über entsprechende Ausrüstung (Transportfahrzeuge, etc. ) verfügt und bei größeren
Tierzahlen     auch über ausreichend Personal zur klaglosen Abwicklung der Transporte.
3.) Er darf keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz begangen haben.
4.) Er muss eine entsprechende Qualifizierung glaubhaft machen bzw. nachweisen.
 
Zur Glaubhaftmachung der Qualifizierung sollte ein mehrjähriger Umgang mit Neuweltkameliden ausreichen, ein absolvierter Kurs über
Haltung und Pflege ist sicherlich von Vorteil. Sollte der Bedarf dazu bestehen, wird der Verband für seine Mitglieder spezielle Kurse
anbieten, in denen die Teilnehmer über die Gesetzeslage und die Transportbestimmungen aufgeklärt und geschult werden.
(Bericht G. Rappersberger)

Klicken Sie auf: ANTRAGSFORMULAR  
  
Für  jeden Transport benötigen sie eine von Ihnen ausgefüllte Transportbescheinigung

hier finden sie das Originalformular (in pdf)
 
TRANSPORTBESCHEINIGUNG

hier ein von W. Thaler bearbeitetes Formular (in xls) zum Ausfüllen als Downlaod:  Transportbescheinigung


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