kam leider nicht zustande.
Grund dafür ist in keiner Weise mangelndes Interesse daran, sondern die qualitativen Zugangskriterien,
die von den meisten InteressentInnen nicht erfüllt werden konnten.
AATLA bietet zusammen mit dem Lamawanderland 2012 wieder einen Kurs zum Thema "Tiergestützte Aktivitäten mit Lamas
und Alpakas" an
Beim Kurs geht es um tiergestützte
Aktivitäten und um die Abgrenzung dieser zur tiergestützten Therapie.
LARA hat bereits 2009 und 2010 diesen
Wochenendlehrgang erfolgreich abgehalten!
Kosten € 235,- pro Person
Tiergestützte Therapie mit Lamas?
Eine Information von Nina Riess und Erika
Hütter
www.weiberhof.at
Immer wieder wird gefragt, was denn
diese tiergestützte Therapie sei, welche Tiere sich dafür eignen,
welche Voraussetzungen es dafür gäbe.
Zunächst: Tiere wirken heilsam auf den
Menschen. Tiere werten nicht, sie sind frei von Vorurteilen und nehmen
Menschen an,
wie sie sind. Sie können auch in Krisenzeiten emotionalen Halt bieten. Wer
mit Tieren lebt, weiß davon.
Aber: Therapietiere gibt es nicht, es gibt nur TherapeutInnen, die Tiere in ihrer therapeutischen Arbeit einsetzen.
Die Mensch-Tier-Therapie kann auf uralte
Erfahrungen im Zusammenleben von Mensch und Tier zurückgreifen.
Seit Jahrtausenden ist das Tier dem Menschen FreundIn und GefährtIn, zu dem
wir enge emotionale Bindungen entwickeln.
Bei der tiergestützten Therapie liegt
die Betonung zunächst auf Therapie. Therapie, also Begleitung von Menschen
in Situationen, die Hilfe brauchen, von Seiten geschulter TherapeutInnen.
Und diese Therapie wird von der
Arbeit mit Tieren gestützt. Wichtig dabei ist, dass die Therapeutinnen
sowohl die Tiere als auch deren Eigenheiten
kennen und diese bestmöglich einsetzen. Wichtig ist es auch, darauf
hinzuweisen, dass nicht die Tiere die
TherapeutInnen sind, sondern lediglich die therapeutische Arbeit
unterstützen.
Der Schwerpunkt der Mensch-Tier-Therapie
liegt auf der Beziehungsarbeit zwischen Mensch und Tier.
Tiere sind keine Medizin, die eine „Störung“ korrigieren, sondern
BindungspartnerInnen, deren therapeutische
Wirkung sich in vielschichtigen Beziehungsprozessen entfaltet.
Die positiven Erfahrungen, die sozialen Fähigkeiten und das wieder gewonnene
Vertrauen kann auf die Menschen
übertragen werden. Die Tiere helfen so eine Basis zu schaffen, auf der
TherapeutInnen weiter arbeiten können.
Das langfristige Ziel ist – wie in jeder Therapieform - die verbesserte Beziehung zu Menschen und zu sich selbst.
Welche Tiere sich für diese besondere
Arbeit eignen, hängt in erster Linie vom Thema ab, das d. KlientIn
bearbeiten möchte.
Lamas eignen sich als Therapiebegleittiere besonders dafür, Menschen mit
Entwicklungsverzögerungen oder geistiger
Behinderung, Traumatisierungen, Verhaltensauffälligkeiten und/oder
psychischen Störungen im Rahmen von tiergestützten
Interventionen zu begleiten.
Lamas und Alpakas sind neugierige, aber
dem Menschen gegenüber in der Regel sehr zurückhaltende Tiere.
Sie sind Distanztiere, d. h. sie stürmen bei artgerechter Haltung und
korrekter Erziehung nicht auf den Menschen zu,
sondern bewahren einen freundlichen und abwartenden Abstand, der besonders
für ängstliche Menschen sehr hilfreich ist.
Die Tiere unterscheiden sich dadurch zu den meisten anderen Haus- und
Nutztieren, die in der Regel die Distanz zum
Menschen deutlich schneller verringern. Lamas und Alpakas gewähren etwas
ganz Wichtiges: nämlich viel Zeit. Zeit,
sich selbst langsam und im eigenen Tempo dem Tier zu nähern.
Auf dem Gebiet des tiergestützten Arbeitens werden grundsätzlich drei Bereiche unterschieden:
AAT (Animal Assisted Therapy oder
tiergestützte Therapie)
AAP (Animal Assisted Pedagogy oder tiergestützte Pädagogik)
AAA (Animal Assisted Activities oder tiergestützte Aktivitäten)
Tiergestützte Aktivitäten (AAA Animal
Assisted Activities) sind zielgerichtete Aktivitäten, die die Lebensqualität
des Menschen
über die Mensch- Tier- Beziehung verbessern sollen und können von allen
Menschen ausgeübt werden, die sich gut mit
Mensch und Tier auskennen, es bedarf dafür keiner speziellen Ausbildung.
Die tiergestützte Therapie/Pädagogik
(AAT Animal-Assisted-Therapie) wird von einer/m professionell arbeitenden
Text auszugsweise
aus AATLA Informationen
Menschen mit abgeschlossenem pädagogischen, medizinischen oder
psychologischen Studium an einer Fachhochschule,
Akademie oder Hochschule ausgeführt, indem ein ausgewähltes Tier mit in den
therapeutischen oder pädagogischen Prozess
integriert wird, um bei der Patientin/dem Patienten, dem Klienten/der
Klientin die heilenden Impulse, die vom Tier ausgehen,
zu nutzen. Für die Arbeit mit tiergestützter Therapie/Pädagogik sind neben
einer fundierten zusätzlichen fachspezifischen
Ausbildung sowohl die Bereitschaft zur Selbstreflexion/Selbsterfahrung und
eigene Erfahrungen im Umgang mit Tieren Voraussetzung.