LAMA  und  ALPAKA  REGISTER AUSTRIA
Verband österreichischer Lama- und Alpakahalter



LARA News



Zu (fast) jeder Ausgabe von LAMAS gab es bisher einen Österreich internen Teil, den ausschließlich die
Verbandsmitglieder erhalten haben.

In nunmehr fast 70 dieser Beilagen wurde nicht nur über das Vereinsgeschehen berichtet, sondern gab es immer wieder
interessante und nützliche Beiträge, die neueren Vereinsmitgliedern bisher vorenthalten blieben.
Durch die themenspezifisch gereihte Veröffentlichung dieser Beiträge möchten wir mithelfen,
mehr an vorhandener Informationan an möglichst viele Personen zu verteilen.
Hier folgen vorerst Beiträge der letzten 5 Jahre, ältere Mitteilungen werden folgen.
Die Texte stammen, sofern nicht gesondert vermerkt von Ing. Gerhard Rappersberger.





Tipps für NeuweltkamelidenhalterInnen fürs Frühjahr   (1-2007)

Der zu Ende gehende Winter war zwar eigentlich keiner, vor allem im Vergleich zum vorigen. Trotzdem gibt es für uns jetzt einige Arbeiten zu erledigen, die während der letzten Monate nicht erledigt werden konnten.

Viele Zäune müssen wieder kontrolliert und notfalls instand gesetzt werden. Die Weideflächen sollten gestriegelt werden.

Und vor allem müssen die Tiere entwurmt werden, bevor sie ihre Parasiten auf den frischen Weiden ausscheiden.

Viele der Parasiten sind durch die jahrelange Verwendung von immer den selben „Inhaltsstoffen“ in den Entwurmungsmitteln bereits resistent dagegen. Dabei komm es eben nicht lediglich auf den Namen des Mittels an, sondern auf den Inhaltsstoff.

Fragen Sie den Tierarzt nach Alternativen bei der Entwurmung.

Tränkeeinrichtungen auf den Weiden kontrollieren, reinigen und gegebenenfalls instand setzen.

Stark bewollte Tiere und auch Jungtiere, die ihren ersten Sommer erwarten, müssen von ihrem Pelz befreit werden. Gerade bei Jungtieren wird das oft übersehen, die haben aber das Babyfell und das ist besonders fein und dicht. Immer wieder kommt es zu Hitzestress für die Tiere, weil sie nicht rechtzeitig geschoren werden.

Wer mittel oder stark bewollte Tiere hält oder züchtet, muss sich darüber im Klaren sein, dass es zur artgerechten Tierhaltung gehört, die Tiere zu scheren.

Wer dabei auf ein Scherservice vertraut, sollte sich rechtzeitig um einen Termin kümmern, ab Anfang Mai sind etwa 1500 Tiere in Österreich zu scheren!

Da kann es leicht zu Terminproblemen kommen.

nach oben



Vergiftung (1-2008)

Aus aktuellem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass gerade während der vegetationsarmen Zeit das Grünfutter für die Tiere fehlt und als Beschäftigungsfutter Baumschnitt zur Verfügung gestellt und gerne angenommen wird. Dabei ist zu beachten, dass Rinden mancher Bäume oder Sträucher für Neuweltkameliden giftig sind, vor allem wenn sie in großer Menge aufgenommen werden. Eiben, Thujen, Rhododendron, Oleander, Forsythien etc. sind hinlänglich als Giftpflanzen bekannt. Weiden aber werden nicht immer als solche betrachtet, führen aber ebenfalls zu Vergiftungserscheinungen. Am besten geeignet sind alle heimischen Obstbaumarten sowie Fichten und Tannen. Bei Föhren, Kiefern und Lärchen ist wegen des höheren Harzgehaltes Vorsicht geboten.

nach oben



Mineralfutter:   (3-2007)

Immer wieder wird die Frage nach einer geeigneten Mineralstoffmischung für Neuweltkameliden gestellt.

Mineralfutter, das für Schafe oder Rinder konzipiert wurde, wird von Neuweltkamelidenfutter aufgenommen und wird und wurde bisher auch häufig eingesetzt. Neuweltkameliden sind Wiederkäuer, weil sie die aufgenommene Nahrung wiederkauen, sie sind dies aber nicht im zoologischen Sinn, also von ihrer Abstammung her. Ihr Verdauungsapparat funktioniert wesentlich anders als der von den Haustierrassen, die bei uns heimisch sind.

Die Firma Garant Tiernahrung hat sich dem Thema angenommen und untersucht, welche Mischung an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen für die in unseren Regionen gehaltenen Lamas und Alpakas notwendig ist.

Die Vitamine des B-Komplexes sind bei Nutztieren nicht in dem Maß notwendig, wie sie für Neuweltkameliden vorgesehen sind.

Bei mittlerweile doch nicht wenigen Tieren, vor allem bei dunklen, treten immer wieder Hautirritationen auf, die von Experten mit einem Zinkmangel in Verbindung gebracht werden. Das in Mineralstoffmischungen angebotene Zink muss eiweiß-gebunden sein, um vom Organismus aufgenommen und an die richtige Stelle transportiert werden zu können.

Kupfer ist in geringen Mengen notwendig, Selen darf ebenfalls nicht fehlen.

Immer häufiger kommt es vor, dass Lamas und Alpakas zu gut genährt sind. Diese Tiere haben sich in Regionen entwickelt und daran angepasst, in denen das Nahrungsvorkommen wesentlich spärlicher ist als in unseren Breiten. Eine gut bestellte Weide und Heu als Raufutterlieferant reichen für den Erhaltungsbedarf vollkommen aus.

Wichtiger als eine Überversorgung mit Energie ist eine ausreichende Versorgung der Tiere mit Mineralstoffen, Spuren- und Mengenelementen sowie Vitaminen!

Die von Garant angebotene Mischung wurde auf das natürliche Vorkommen von Mineralstoffen in Mitteleuropa abgestimmt und sollte daher für unsere Lamas und Alpakas ideal geeignet sein.

Es kommt in Granulatform und sollte ad libitum (zur freien Aufnahme) je nach Herdengröße an mindestens zwei trockenen Stellen angeboten werden. Die Tiere wissen, wie viel sie brauchen und werden manchmal viel davon aufnehmen, dann wieder fast nichts. Eine tägliche Aufnahme von maximal 20–30 g pro Tier und Tag wird von den Experten der Firma Garant empfohlen, das ergibt einen errechneten Bedarf von 7,2 bis 10,8 kg je Tier im Jahr.

LAMAVIT wird im Eimer zu 10 kg abgefüllt

Es ist mindestens sechs Monate ab Abfülldatum haltbar.

Für eine größere Abnahmemenge bei Sammelbestellungen gewährt der Lieferant für  Vereinsmitglieder den Vorzugspreis von € 22,-- anstatt 25,20 pro 10 kg Kübel.

 

Der Versand erfolgt nach Zahlungseingang einmal im Monat mit Paketdienst für € 8,63 für einen Kübel, € 10,97 für zwei oder drei Kübel im gesamten Bundesgebiet direkt vom Erzeuger.

ACHTUNG:

mittlerweile wird Mineralstoffmischung für Neuweltkameliden von vielen Mischfuttererzeugern angeboten – wichtig ist aber nicht in erster Linie der Preis, sondern die richtige Dosierung der Inhaltsstoffe, vor allem auch, ob Zink organisch gebunden drin ist, oder eben nur als Zinkoxyd, das keine Wirkung zeigt!

nach oben



Mineralstoffmischung LamaVit  (4-2007)

In den nächsten Tagen wird die Firma Garant alle Lagerhäuser in Österreich über LamaVit informieren und es wird dann in diesen erhältlich sein, und zwar zum Preis von Euro 22,- je 10 kg Kübel. Wir haben überlegt, es in Säcke füllen zu lassen, um den Versand einfacher zu gestalten, das bringt aber eine rasche Verklumpung von angebrochenen Packungen und daher eine Qualitätsminderung.

Die erzielte Lösung mit dem Vertrieb über die Lagerhäuser ist die beste Variante, Ihr müsst halt eine Lieferzeit von ein oder zwei Wochen einkalkulieren. Vielleicht könnt Ihr auch hier eine gemeinsame Bestellung mehrerer Halter in einer Region organisieren.

Noch einmal möchte ich darauf hinweisen, dass der im Vergleich zu anderen Mineralstoffmischungen höhere Preis dieser Spezialmischung verschiedene Ursachen hat und beim erwarteten Verbrauch kaum ins Gewicht fällt:

- Zink ist als Zink Chelat beigemengt, um an die richtigen Stellen zu gelangen!

- 1000 kg ist eine absolute Mindestmenge bei der Mischung!

- die Mischung ist granuliert, daher staubfrei und besonders schmackhaft!

- die Abfüllung im Kübel ist um etwa 1,50 Euro teurer als in Papiersäcken!

Nach ersten Erfahrungsberichten liegt der Jahresverbrauch bei etwa 5 bis 10 kg je Tier.

Bei Änderungen die hier erstellt werden sollten kontaktieren Sie bitte info@georgenhof.at

nach oben



Das Tiertransportgesetz 2007 (4-2007)

sieht einen Befähigungsnachweis für Personen vor, die Tiertransporte mit wirtschaftlichen Interessen durchführen. Wirtschaftliches Interesse liegt zum Beispiel vor, wenn ein Halter mit seiner Stute zum decken fährt, wenn er eine Ausstellung besucht, oder wenn ein Züchter ein Tier kauft oder verkauft. Wenn ein Tierhalter mit seinen Tieren hunderte Kilometer fährt, um am Zielort eine Wanderung zu machen, ist das kein wirtschaftliches Interesse, es sei denn, er macht dort eine kommerzielle Wanderung gegen Bezahlung. Ein Befähigungsnachweis wird Landwirten von der Landwirtschaftskammer ausgestellt, Nichtlandwirte brauchen dazu einen Kurs und erhalten dann bei der Bezirkshauptmannschaft eine Transportunternehmer-bescheinigung.

Nähere Informationen gibt es bei jeder Bezirkshauptmannschaft.

nach oben



Tiertransportgesetz 2007:  (1-2008)

Bei Transporten von eigenen Wirbeltieren für Zwecke, die nicht in Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit stehen bzw. keinen kommerziellen Zweck haben, trifft das Tiertransportgesetz bzw. die EU-Verordnung nicht zu. Daher ist für derartige Transporte auch in Zukunft weder die Zulassung als Tiertransportunternehmer noch ein Befähigungsnachweis erforderlich.

Für alle anderen Transporte, wenn es sich also um einen kommerziellen Zweck oder um eine wirtschaftliche Tätigkeit handelt (Transport in Verbindung mit Tierverkauf, Versteigerung, Tierprämierung, etc.), trifft das Tiertransportgesetz 2007 zu und sind daher dessen Bestimmungen einzuhalten:

Transport bis 65 km: Allgemeine Tiertransportbedingungen einhalten

Transportpapiere mitführen

Einhaltung der technischen Vorschriften

zusätzlich zu diesen Bestimmungen:

Transport über 65 km:        

Transportdauer bis 8 Stunden:

Befähigungsnachweis

Zulassung als Transportunternehmer für „Kurzstrecke“

Transportdauer über 8 Stunden:

Befähigungsnachweis

Zulassung als Transportunternehmer für „Langstrecke“

Die Zulassung als Transportunternehmer ist bei der Bezirksverwaltungsbehörde zu beantragen und ist für jeweils fünf Jahre gültig.

Bei allen Transporten sind jedoch die „Allgemeinen Bedingungen für den Transport von Tieren einzuhalten“ und wird das Mitführen von Transportpapieren empfohlen.

Ein Formular dazu ist auf der Vereinshomepage unter LARA NEWS - TERMINE zum Download zu finden.

nach oben



Tierbeschreibungen – Registrierung – Herdebuch: (1-2008)

Die Umstellung der Registrierung auf ein mandantenfähiges System über Internet ist abgeschlossen, ein großes DANKE sei an dieser Stelle an Claudia Kröll gerichtet, die die bisher zusammengetragenen Daten in monatelanger Kleinarbeit in das Register übertragen hat. Neben den bisher etwa 1400 registrierten Tieren waren dazu auch die Abstammungstiere einzutragen, die nicht beim LARA registriert sind.

Ab sofort kann jeder Mitgliedsbetrieb über eigene Zugangsdaten seinen Tierbestand verwalten und einsehen. Mit einem Benutzernamen und einem Passwort haben Vereinsmitglieder Zugang zum LARA Herdebuch und können online Tiere registrieren, deren Besitzer/Eigentümer ändern und Tiere als verendet melden. Alle übrigen Änderungen können weiterhin aus Sicherheitsgründen ausschließlich von der Registrierungsstelle durchgeführt werden.

Die Zugangsdaten sowie eine „Bedienungsanleitung“ erhalten Sie per e-mail nach Anfrage unter: register@lamas.at 

Wer keinen Zugang zum Internet hat, registriert seine Tiere wie bisher über den Postweg.

Sammel- oder Hofbeschreibungen von Lamas und Alpakas wurden vor allem in Tirol und Vorarlberg sowie in Kärnten durchgeführt, Interessenten dafür melden sich bitte bei Robert Trapichler unter: 0664 3821214 oder: lama1@aon.at

Eine frühzeitige Anmeldung erleichtert die Koordination der Beschreiber und hilft Kosten zu sparen, da die Touren wirtschaftlicher geplant werden können!

Tierbeschreibungen wird es auch wieder in Wels geben, dort werden wir auch an jedem Tag mindestens eine kommentierte Tierbeschreibung durchführen. Dabei wird genau erklärt, wie die Beschreiber bei ihrer Arbeit vorgehen und es wird auch das theoretisch ideale Tier vorgestellt.

Tierbeschreibung von Lamas und Alpakas  (2-2008)

gemäß der Linearen Beschreibung- Europäischer Standard

Die Lineare Beschreibung dient zur Erfassung und Dokumentation der Exterieureigenschaften bei Neuweltkameliden. Der Beschreibungsbogen stellt eine Momentaufnahme gemäß dem Europäischen Standard dar. Die Tiere müssen für eine Erstbeschreibung mindestens 240 Tage alt sein. Für eine endgültige Beschreibung und somit definitive Aufnahme ins Herdebuch muss eine Beschreibung nach abgeschlossenem Zahnwechsel (ca. 3 Jahren) erfolgen. Es werden nur gesunde und gepflegte Tiere von seuchenfreien Betrieben beschrieben, die gechipt und bereits im Landesregister eingetragen sind.

Vorteile von beschriebenen Tieren:

- die Qualitätsmerkmale eines Tieres werden aufgezeigt und der Halter/Züchter wird bei der Vermeidung von Fehlern unterstützt

- Neulinge in der Lama- und Alpakahaltung können beschriebene Tiere leichter beurteilen

- Züchter werden motiviert, nur mit korrekten Tieren zu züchten und Fehler auszumerzen

- Fehler der Nachkommen werden erfasst und die Zuchteigenschaften der Elterntiere können nachhaltig beurteilt werden

Die Lineare Beschreibung gibt dem Käufer Auskunft über Fundament und Körperbau, deshalb ist es auch sinnvoll, Wallache beschreiben zu lassen um auch Kunden, die die Tiere   nicht zur Zucht einsetzen wollen, aber trotzdem Ansprüche an das Tier stellen, Einsicht zu   gewähren.

Züchter sollen bestrebt sein, nur mit beschriebenen und „zuchttauglichen“ Tieren zu züchten und auch nur solche Tiere zu verkaufen. Käufer sollten darauf achten, nur beschriebene Tiere zu erwerben!

Kosten der Tierbeschreibung: Euro 15.--/ Tier und 50 % der Fahrtkosten des Beschreibers, den Rest der            Fahrtkosten sowie einen Teil der Beschreibungskosten übernimmt LARA.     Wollprobenauswertung zusätzlich ca Euro 10,--/Auswertung.

nach oben



Tierbeschreibungen  (4-2010)

Die Ergebnisliste der Tier-Beschreibungen wird in Zukunft leicht modifiziert auf der Homepage erscheinen. Auf vielfachen Wunsch gibt es eine Trennung zwischen Format/Fundament und Wolle. Da wir bei der Auswertung bewusst auf eine Klasse mit mittlerer Bewollung verzichtet haben, gibt es doch viele Tiere, die genau in diese Zwischenkatagorie fallen würden und daher bei der Auswertung gerade bei der Bewollung oft einen starken Punkteabzug haben. Die Bewollung ist zwar ausschlaggebend für die eindeutige Zuordnung zum Typ, ist allerdings für viele Tierhalter absolut unbedeutend. Mit der Trennung der Auswertung können die erreichten Punkte dann eindeutig den einzelnen Kriterien zugeordnet werden. Trotzdem kann ein Interessent klar nachvollziehen, ob das Tier seinem gewünschten Typ entspricht.

nach oben



Tier – Beschreibungen:  (1-2012

in den letzten Wochen wurden wieder Lamas und Alpakas beschrieben und ich nehme das zum Anlaß, Euch daran zu erinnern, zumindest die Zuchttiere beschreiben zu lassen. Die „Formalitäten“ dazu findet Ihr auf der Homepage www.lamas.at, Fragen dazu beantwortet gerne Herr Robert Trapichler unter: 0664 3821214 oder robert.trapichler@lamawalking.at

Bei meinen Beschreibungen und auch bei diversen Stammtischen ist mir aufgefallen, dass gerade da ein großer Informationsmangel besteht.

Einerseits gibt es die Meinung, dass die Tiere durch die Beschreibung schlechter werden!

Das kann nur von Haltern ausgehen, die glauben, die Qualität ihrer Tiere zu kennen und nicht wollen, dass ihre Tiere objektiv bewertet werden und dadurch vorhandene Mängel offensichtlich werden.

Kein Tier wird durch die Beschreibung besser oder schlechter, es wird lediglich mit dem „Idealen Lama oder Alpaka“ verglichen und Abweichungen zu diesem Ideal werden festgehalten.

Als Beschreiber haben wir schon bei unserer Ausbildung den Grundsatz gelernt, im Zweifelsfalle für das Tier zu entscheiden, und somit das Tier nicht schlechter zu bewerten, als es ist. Nach erfolgter Beschreibung hat der Tierhalter das Recht, das Ergebnis mit dem Beschreiber zu besprechen. Das ändert nichts an der Bewertung selbst, der Beschreiber erklärt dem Tierhalter allerdings anhand der Grundlagen und des Standards, warum bei welchen Kriterien punkte abgezogen werden mussten.

Das vor allem von Importeuren angebotene Screening ist nicht mit der Beschreibung zu vergleichen, so wie eine § 57a Begutachtung eines PKW`s nicht mit einem Ankaufstest verglichen werden kann. Beim Screening wird anhand von maximal erlaubten Abweichungswerten festgestellt, ob das betreffende Tier innerhalb des zulässigen Grenzwertes ist oder eben nicht. Und diese Grenzwerte sind sehr sehr weit gesteckt! Das sagt aber nichts darüber aus, wie weit das Tier vom Ideal entfernt ist. Das Screening sagt nichts über die Qualität des Tieres aus, sondern weist lediglich auf grobe Mängel hin!

Bei vielen als „Einsteigerkurs oder – Seminar“ bezeichneten Veranstaltungen wird meist wenig über die Qualitätskriterien von den Tieren berichtet, viel hingegen über die tollen Gewinnaussichten, die mit der Haltung einhergehen sollen.

Als TeilnehmerIn an solchen „Kursen“ muss man sich aber vor allem die Frage stellen, was ein Halter, Züchter, Händler oder Importeur vermitteln will, wenn sein persönliches Ziel der Verkauf von 50, 70 oder 100 Tieren pro Jahr ist.

Leider lernen viele Tierhalter erst nach dem Kauf Qualitätsunterschiede bei den Tieren kennen,  da die meisten aber danach weitere Tiere zukaufen, ist das eine intensive, leider oft zu späte Schulung.

Hier sei einmal erwähnt, dass allein die Mitgliedschaft in einem Verein nichts über die Seriosität eines Tierhalters aussagt. Durch die rechtzeitige Bezahlung des Mitgliedsbeitrages allein steigt die Qualität der Tiere nicht und verbessert sich nicht die Glaubwürdigkeit des Tierhalters! Wir versuchen, die Vereinsmitglieder mit möglichst viel nützlicher Information zu versorgen, was sie daraus machen, was sie davon umsetzen, liegt nicht in unserem Einflußbereich. LARA ist ein freiwilliger Verein, der lediglich durch Information und Erfahrungsaustausch unter den Tierhaltern das Wissen um die Neuweltkameliden zu steigern versucht.

Wir werden versuchen, diesen Informationsmangel durch einen Workshop auszugleichen. Dabei werden wir den TeilnehmerInnen anhand von verschiedenen Tieren, Lamas und Alpakas, vor Augen führen, welche Kriterien wir bei der Beschreibung bewerten, für welche Mängel es wie viel Abzugspunkte gibt und die Augen der TeilnehmerInnen auf qualitative Beurteilung von Tieren schulen.

Forum  (3-2008)

Das www.lamaforum.at wurde vor übergehend geschlossen. Das Niveau ist entglitten, persönliche Angriffe und Beleidigungen haben sachliche Beiträge überlagert. Mit neuen Regeln soll es in den nächsten Tagen wieder aktiviert werden. Es ergeht an alle Interessenten die Aufforderung, ihre Erfahrungen, auch wenn es negative sind, mitzuteilen. Dadurch können wir anderen helfen, Fehler zu vermeiden und vielleicht das eine oder andere mal auch selbst davon profitieren. Wenn die Teilnahmebedingungen vielleicht etwas den Beigeschmack von Zensur haben sollten, ist es doch notwendig geworden, um das Niveau dem Metier anzupassen. Schließlich war und ist es als Informationsplattform gedacht und nicht als Tratsch und Klatsch Seite für Nörgler und Miesmacher.

Geben wir der Idee gemeinsam eine neue Chance und machen wir unsere Erfahrungen für viele Interessierte zugänglich!

Nachsatz 2012: das Forum wurde bisher nicht wieder aktiviert.

nach oben



Stammtische  (4-2008)

Wie bereits in den NEWS 2/2004 angeregt, sollten wir in verschiedenen Regionen „Stammtische“ abhalten. Es gibt immer mehr Neuweltkamelidenhalter, die relativ wenig über unsere bisherigen Aktivitäten informiert sind, da diese ja nicht alle bisher erschienen Publikationen erhalten. Gerade für diese allerdings wäre es ganz wesentlich, Informationen zu erhalten, damit sie nicht alles durch „trial and error“ erfahren müssen. Für die meisten Fragen von Neueinsteigern gibt es Antworten, die jene mit mehreren Jahren an Praxis umfassend beantworten könnten. Wenn solche Treffen zeitig im neuen Jahr abgehalten werden, könnte man dabei auch einige erreichen, die vielleicht erst im Frühjahr Tiere anschaffen wollen und hilfreiche Informationen weitergeben. Wenn bei diesen Treffen ein Vereinsmitglied dabei ist, das sich bei der Online-Registrierung der Tiere gut auskennt, kann man dort auch helfen, die Tiere zu registrieren und vieles gleich vor Ort erledigen.

nach oben



ARGE Lamas und Alpakas im heilpädagogischen Einsatz/tiergestützte Therapie  (4-2009)

Der Einsatz von Lamas und Alpakas in der tiergestützten Heilpädagogik wird immer mehr nachgefragt. Wesentlich stärker als die Nachfrage danach dürfte aber das Angebot steigen. Leider ist das nicht immer das fundierte Angebot, das Betreuungseinrichtungen suchen. Allein der Besitz von zwei oder drei halfterführigen Alpakas oder Lamas bedeutet nicht schon, eine Therapieeinrichtung zu betreiben!

Anfragen von Interessenten können wir zur Zeit kaum kompetente Stellen nennen, die korrekte und fachlich qualifizierte Unterstützung bieten könnten.

Die Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft oder Arbeitsgruppe Therapie im LARA wäre wünschenswert. Wie der Name schon zum Ausdruck bringt, steht dabei „Arbeit“ am Beginn.

Das bedeutet, dass zumindest anfangs ein doch erheblicher Input an Arbeitsleistung zu erbringen sein wird, bis fachlich fundierte und kompetente Beratung angeboten werden kann.

Alle Vereinsmitglieder möchte ich hiermit noch einmal dazu aufrufen, die Energien zu bündeln und eine Plattform auf die Beine zu stellen, die uns ungefähr zum Niveau der Nachbarländer aufschließen lässt.

Wolfgang Thaler hat einen Einführungslehrgang zum Thema besucht und wird die Interessenten koordinieren. Bitte melde Dich unter office@lamas.at bei Herrn Thaler!

nach oben



Trekking  (1-2010)

Für viele Llameros beginnt wieder die Trekkingsaison und ich möchte daher zu Beginn an die Tierhalter appellieren, ihre Tiere dabei nicht übermäßig zu belasten, nicht unvorbereitet Höchstleistungen von ihnen zu erwarten und stets auf einen tiergerechten Umgang zu achten. Genauso wie wir selbst nicht einen Marathon ohne vorheriges Training in Angriff nehmen werden, sollten auch die Lamas nicht nach einer langen Winterpause ohne Konditionstraining zu sehr und zu lange belastet werden.

nach oben



Tierkauf, Nutzung  (1-2010)

Verantwortungsvolle Tierzüchter informieren mögliche Käufer über die Nutzungsmöglichkeiten der Tiere objektiv und sollten auch nicht die mit der Tierhaltung einhergehenden Belastungen und Verantwortlichkeiten unerwähnt lassen. Mit der weiteren Verbreitung der Neuweltkameliden finden häufiger auch Tierhändler, -vermehrer und leider auch unseriöse Geschäftemacher in diese Nische.

Da werden über den möglichen Wert der Wolle oder über die Eignung als Therapietiere sehr häufig ahnungslose oder zumindest wenig Informierte massiv zur Kasse gebeten, ohne dass die Verkäufer selbst Aktivitäten in diesen Bereichen vorweisen können.

Ich möchte hier in Erinnerung rufen, dass nicht jedes Tier automatisch für jede Nutzungsbestimmung geeignet ist, dass auch von einem vielleicht zweijährigen Tier die Ruhe und Gelassenheit eines zehnjährigen erwartet werden darf. Und vielleicht sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass das Anbieten von „Therapie“ eine umfassende Ausbildung voraussetzt. Das Ausbilden von Tieren, die in der tiergestützten Arbeit eingesetzt werden sollen ist nicht eine Frage von wenigen Spaziergängen, sondern jahrelanger Einsatz in verschiedensten Situationen. Zudem gehört immer noch als Grundvoraussetzung die charakterliche Eignung der betreffenden Tiere. Allein die Anschaffung von einigen Neuweltkameliden begründet noch nicht die Voraussetzung für eine Therapieeinrichtung!

nach oben



Kurse: (3-2010)

An vielen Orten werden „Einsteigerkurse“ für Neuweltkamelidenhalter angeboten, sehr viele davon sind leider „von“ Einsteigern und nicht unbedingt „für“ Einsteiger. Oft steht eindeutig das Marketing im Vordergrund und es erinnert mich manches mal an Pyramidenspiele. Mit einer Tierhaltepraxis von oft weniger als einem Jahr mit nur wenigen Tieren fehlt doch ein wesentlicher Erfahrungsschatz, um die vielschichtigen Fragen von Interessenten zu beantworten.

nach oben



Wolle (1-2011)

Mit dem Frühjahr kommt auch wieder die Zeit, das wichtigste Produkt unserer Tiere zu „ernten“. Alpakas und stark bewollte Lamas sollten im Sinne der Tiergesundheit und artgerechten Haltung jedes Jahr, weniger stark bewollte Tiere vielleicht nur jedes zweite Jahr geschoren werden. Möglichst erst nach den Eistagen!

 Wer nicht auf elektrische Schermaschinen setzt, findet bei Hornbach in der Gartenabteilung eine gut geeignete Buchsbaumschere, ein gelungener Nachbau zur Fiskars Schere zum halben Preis (€ 9,98).

 Und danach stellt sich für viele die Frage: „Wohin mit der Wolle, was machen wir daraus?“

Am Weltmarkt kostet Alpaka Wolle je nach Qualität zwischen € 2,50 und 5,- je Kilogram, vorsortiert, manchmal auch schon gebleicht!

 Bei diesen Preisen rechnet sich eine Lieferung an einen Großhändler sicher nicht, zumal der ja auch nicht in Kilogramm, sondern eher in Zentner oder Tonnen rechnet und ordert.

 Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, die Wolle als Naturprodukt, das vor der eigenen Haustür entsteht, zu schönen, edlen und gefragten Produkten weiter zu verarbeiten. Dabei ist im Endprodukt nicht der Wert der Wolle das Ausschlaggebende, sondern vielmehr die Arbeitszeit oder Maschinenleistung, die in die Verarbeitung investiert wurde.

 Gerne liste ich wieder einmal die mir bekannten Betriebe auf, die Alpaka- und Lamawolle verarbeiten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wer weitere Betriebe kennt, möge das mitteilen, damit wir vielleicht eine aktualisierte Liste auf die Homepage stellen können.

Bereits in den LARA News IV-2004 war folgendes (auszugsweise) zu lesen:

Kardieren der Wolle: etwa 4,- bis 5,50 Euro je Kilogramm

Waschen etwa 2,-/kg

Bettdecken fertigen etwa 85,- für 140x200cm, inkl. Waschen und Kardieren

Verspinnenzu Strickwolle etwa 18,- je kg inkl. Waschen

Adressen einiger Anbieter:

Familie Wölkart, Schafwollprodukte, 8503 St. Josef, Oisnitz 5, Tel.: 03136 81485

Bettdecken, Pölster, Teppichlunte zum Handweben,

Waschen und Kardieren

Wollwerkstatt Biotop GesmbH, 3242 Texing, Rosenbichl 12, Tel.: 02755 7284

Bettdecken, Pölster, Teppichlunte zum Handweben,

Kardieren

Johann Pichler, 9844 Heiligenblut, Hof 39, Tel.: 04824 2631

Waschen

Hubert Mössler, Mörtschach, Tel.: 04826 575

Verspinnen

Textilwerkstatt Aslom, 4170 Haslach, Stahlmühle 3-4, Tel.: 07289 72180

Waschen, Kardieren, Bettdecken

Hermann Ebner, Wollwerk, 3851 Kautzen, Obermühle, Tel.: 02864 2878

Kardieren, Bettdecken, Nadelfilz

Huber, Maria Pfarr, Tel.: 06473 8279

Verspinnen, Weberei

Die Telefonnummern und Preise habe ich jetzt nicht kontrolliert!

nach oben



Wolle (1-2011)

 Seit Jahren habe ich versucht, eine Gruppe von interessierten Alpaka- oder Lamahaltern dazu zu bewegen, die Aktivitäten um die Wollverarbeitung zu bündeln (habe ich bereits 2004 geschrieben, also sind die Bemühungen darum schon mindestens zehn Jahre alt!).

Im LARA ist es uns bisher nicht gelungen.

Seit eingen Wochen aber kommt scheinbar Bewegung in diese Szene:

Gleich zwei Interessentengruppen bemühen sich um die Anschaffung und den Betrieb einer sogenannten Mini Mill, einer vergleichsweise kleinen Kardier- und Spinnanlage, die dann speziell für die Verarbeitung von auch reiner Alpaka- oder Lamawolle ohne Beimengung von Schafwolle eingestellt ist.

Derartige Maschinen kosten sehr viel Geld und haben eine geschätzte Jahresmaximalleistung von etwa 10 000 kg Wolle!

Wenn man nun bedenkt, dass bei der Wollsammelaktion in Deutschland jährlich etwa 700 kg Alpaka- und Lamawolle gemeinschaftlich verarbeitet wurden („Wurden“ deshalb, weil diese Aktivität mangels ausreichendem Wollaufkommen eingestellt werden musste), bedeutet das eine Mobilisierung möglichst vieler Tierhalter, um die Maschine am Laufen zu halten.

Mit der rasch steigenden Anzahl vor allem an Alpakas wird auch das Wollaufkommen ständig höher werden. Viel von dieser Wolle wird allerdings in Hobby-Verarbeitung veredelt und kommt daher nicht in diese Schiene. Meist ist es gerade die individuelle Verarbeitung zu nicht massenhaft erzeugten Produkten, die Leute an der Wolltierhaltung faszinieren. Die Tierhalter wollen die Wolle ihrer eigenen Tiere in kleinsten Chargen verarbeitet haben, das eignet sich nicht für Maschinen.

 Andere wiederum sehen die Wolle eher als Nebenleistung oder Abfallprodukt und wollen mit deren Verarbeitung nicht viel Arbeit haben.

 Wünschenswert wäre für diese Alpaka- und Lama Halter wahrscheinlich eine kompetente Stelle, wo man aus der gelieferten Wolle alle denkmöglichen Produkte oder Vorprodukte zu vernünftigen Preisen erstellen lassen kann.

 Viele „Jungunternehmer“ vor allem aus der Alpakszene finden die Wollverarbeitung als Stiefkind in unseren Bemühungen im Verband. Tatsächlich aber sind wir seit mehr als 15 Jahren aktiv in dieser Sache und haben immer wieder Informationen über die Möglichkeiten der maschinellen Verarbeitung publiziert.

Alle Bemühungen scheitern einfach immer wieder am geringen Wollaufkommen.

Die Firma Loden Steiner in Mandling, die wir schon bei einer unserer ersten Generalversammlungen besuchten, verarbeitete damals jährlich etwa 7000 kg Lama- und Alpaka Wolle in ihren Lodenstoffen. Dazu brauchen sie gleichmäßige Qualität in entsprechender Menge, carbonisiert und oft gebleicht und sehr oft auch Lamawolle wegen der Grannenhaare, die dem Loden die wasserabweisende Qualität verleihen. Diese Mengen sind nur am Weltmarkt zu haben. Und zu Preisen von derzeit etwa 2,50 Euro je Kilogramm!!

Dafür rechnet sich eine Anschaffung von Alpakas zu den teilweise verlangten Preisen nie, dazu bedarf es keiner Rechen- und Kalkulationskünste!

Wenn es allerdings darum geht, ein absolutes Naturprodukt mit geringstem ökologischen Fußabdruck zu erzeugen, dann liegen wir mit unseren Neuweltkameliden schon eher richtig! Dabei ist aber, wie schon oben erwähnt, nicht in erster Linie der Preis für das Rohprodukt Wolle, sondern vielmehr die oft künstlerische, zumindest kunsthandwerkliche Arbeitsleistung, sowie die Freude am selbst Hergestellten das Wesentliche.

Wenn nun die Anschaffung einer MiniMill etwa € 150.000,- kostet, kommen da noch Nebenkosten dazu und man wird leicht bei etwa 200.000,- enden, bis die Sache läuft.

Da muss ich nun gar nicht Betriebswirtschaft studiert haben, um mir ausrechnen zu können, dass da jährliche Fixkosten von etwa € 15 bis 20 tausend allein für die Investition und den Standort anfallen. Da muss dann auch bei der Verarbeitung in Tonnen gerechnet werden, um nicht jedes Kilogramm Wolle von vornherein mit 20,- oder 30,- Euro Fixkosten ohne Verarbeitungskosten zu belasten.

Sicherlich gibt es in vielen Regionen Österreichs teilweise lukrative Förderungen für innovative Produktionszweige und man könnte daraus weitreichende Unterstützung erhalten. Ob dies allerdings langfristig eine „Wollindustrie“ etablieren hilft, ist mehr als fraglich.

Zumal die Preise, die wir jetzt für die maschinelle Verarbeitung der Wolle, siehe oben,  bezahlen, nicht extrem hoch, sondern eher moderat sind. Und mit etwas Gespür läßt sich auch bei vielen dieser Unternehmen Alpaka- oder Lamawolle rein verarbeiten, wenn das unbedingt gewünscht wird. Meist wird zur Erhöhung der Spannkraft feinste Merinowolle beigemischt, um nicht aus einem Pullover in wenigen Wochen ein Strickkleid zu haben.

Mir ist bewußt, dass mir für diese Aussagen die üblichen Gegenargumente nicht erspart bleiben, ich möchte aber damit nur einmal mehr untermauern, dass wir als LARA viele Möglichkeiten der Wollverarbeitung probiert haben, dass wir viele Aktivitäten beobachtet und interessiert verfolgt haben und zum Schluss gekommen sind, das Rad nicht ständig neu erfinden zu müssen.

 Im Vergleich der Anfragen an den Verein rangieren solche zum Thema Wolle weit abgeschlagen hinter wesentlich wichtigeren Problemen. Scheinbar funktioniert die Verarbeitung der Wolle für die meisten Tierhalter ohnehin zufriedenstellend.

Was offensichtlich nicht zufriedenstellend funktioniert ist der erzielbare Preis für die Rohwolle. Diesen wird man aber nach meinem Gespür nicht mit neuen Maschinen erhöhen können, solange es Maschinen dafür gibt, die unsere bisher anfallenden Mini-Mengen locker nebenbei verarbeiten können. Es wird sich auch bei Vorhandensein von mehreren MiniMills nicht rentieren, Alpakas anzuschaffen, um damit vom Wollertrag einen Gewinn zu erzielen.

 Es ist aber auch gut möglich, dass ich völlig falsch liege mit meiner Einschätzung der Lage – dann freue ich mich natürlich auf eine Österreichische Alpaka-Woll-Initiative.

Und weil es jetzt gut zum Thema passt, möchte ich mit dieser Ausgabe der LARA News, auch wenn es viele nicht brennend interessiert, eine ganz persönliche Stellungnahme abgeben:

Immer öfter wird mir zugetragen, dass ich Alpakas nicht mag, dass ich Alpakas gering schätze und vielen Interessenten von der Anschaffung von Alpakas abrate! Das wirft kein gutes Licht auf den Obmann eines Vereines, der für Lamas und Alpakas gleichermaßen stehen sollte.

Ich darf alle Alpaka Halter hiermit beruhigen, ich schätze Alpakas genauso wie Lamas als liebenswerte, interessante, positive Tiere, deren Haltung das Leben jedes einzelnen ungemein bereichern kann. Alpakas haben genauso wie Lamas angenehme Eigenschaften, die unter anderem dazu beitragen können, ein positives Lebensgefühl zu erreichen.

Was ich nicht schätze und gar nicht leiden kann, sind Menschen, die mit diesen Tieren teilweise unseriöse Geschäfte machen, die unter falschen Erwartungen und Prognosen Tiere verkaufen und damit Personen letztendlich enttäuschen, ihnen teilweise großen finanziellen Verlust bescheren und die Freude an diesen wunderbaren Tieren nehmen. Und genau das passiert leider bei Alpakas wesentlich häufiger als bei Lamas, weil es dabei um wesentlich mehr Geld geht. Langfristig schädigt das nicht allein den Ruf dieser einzelnen Personen, sondern die gesamte Alpaka- und Lama Haltung. Und da passiert es eben häufig, dass Interessenten sehr enthusiastisch zu mir kommen mit der fixen Idee, durch die Anschaffung von einigen Alpakas mit besten Wollwerten ein lukratives Zusatzeinkommen erwirtschaften zu können. Und daneben könnten sie mit den Alpakas noch Trekking machen, Kinderreiten und Tiertherapie würden das Angebot komplettieren und ein ruhiges, schönes, luxuriöses Leben am Land ermöglichen.

Diese Leute muss ich dann enttäuschen und eindringlich vor solchen Absichten warnen.

Und das wird mir dann als Aversion gegen Alpakas angekreidet! Das finde ich nicht fair!

Wir halten selbst keine Alpakas, das liegt aber nicht daran, dass wir sie nicht mögen, ganz im Gegenteil. Unser Einsatzgebiet für die Tiere ist Trekking, dafür haben wir Lamas. Deren anfallende Wolle verarbeiten wir zu Endprodukten. Nicht weil sie besser ist als Alpakwolle, sondern, weil sie anfällt und für bestimmte Produkte genau so gut oder besser geeignet ist. Nicht allerdings für feinste Strickwolle, dafür wurden über Jahrtausende Alpakas selektiv gezüchtet. Ich habe viele Alpakas trainiert und konnte dabei nicht zuletzt die manchmal kaum vorhandenen Unterschiede in deren Verhalten zu dem der Lamas kennen lernen. Seit zwanzig Jahren hatte ich immer auch Guanakos als Vorfahren der Lamas und hatte die Chance, Vikunjas als die wirklich wilden Vorfahren der Alpakas mehr als ein Jahr lang zu erleben.

Ich denke, dass ich damit einen zumindest groben Überblick über Neuweltkameliden erhalten habe.

Wir blicken im LARA auf erfolgreiche 17 Jahre zurück, in denen sicherlich nicht allein durch unsere Aktivitäten, aber wesentlich unterstützt dadurch, die Verbreitung und das positive Image der Neuweltkameliden um ein Vielfaches gesteigert werden konnten. Gemeinsam sollten wir uns bemühen, dass diese Arbeit nicht durch Profitgier beeinträchtigt wird.„Wir hatten die Gans, die goldene Eier legt, aber dann kam die Gier dazu!“ 

nach oben



Zeitschrift LAMAS (3-2011)

Und damit wäre ich bei einem Anliegen, das an alle Lama- und Alpaka Halter gerichtet wird:

Beiträge in Lamas aus unserme Bundesgebiet sind eher selten geworden, da haben wir Handlungsbedarf, seien es Erfahrungsberichte von Neueinsteigern, positive oder negative Überraschungen in der Tierhaltung, medizinische Berichte über gelungene Behandlungen, etc.

Wünschenswert wäre, wenn sich ein Vereinsmitglied als Koordinationsstelle für die redaktionelle Mitarbeit einbringen könnte. Schließlich ist es nicht das alleinige Magazin vom NWK, es ist auch unser Vereinsmagazin und das soll auch inhaltlich zum Ausdruck kommen.

Es gab ja bisher schon viele Beiträge aus unserem Land, allerdings läßt die Dichte in letzter Zeit erheblich nach.

Wenig dazu ist bisher aus der geradezu boomenden Alpaka Haltung in Österreich gekommen.

Ich will eine Polarisierung da tunlichst vermeiden, es ist aber augenscheinlich, dass es mittlerweile sehr viele AlpakahalterInnen in Österreich gibt, dass diese teilweise sehr viel Arbeit, Liebe und Geld in ihre Tierhaltung investieren, viele Halter Mitglieder in unserem Verband sind, jedoch relativ wenig Input kommt.

Da sind wir für alle Mitteilungen, Berichte, Stellungnahmen usw. dankbar. Vielleicht kann durch regere öffentliche Präsenz die eine oder andere Mißinterpretation vermieden oder ausgeräumt werden.

nach oben



Einwanderer - Ur-Kamele mit langen Schnauzen in Panama entdeckt  (1-2012)

Der Standard, 18. März 2012

Forscher fanden Fossilien zweier Lama-Vorfahren, die zu den ältesten Tieren zählen, die zu Fuß nach Zentralamerika gelangt sind

Panama-Stadt - In Panama wurden Überreste zweier bisher unbekannter ausgestorbener Kamelarten entdeckt - und verantwortlich für den Fund war eine Schlange. Das Reptil erschreckte den Doktoranden Aldo Rincon von der University of Florida. Er stürzte einen Abhang hinunter und fiel mitten in die fossilen Überreste der Kamele. Im Fachblatt "Journal of Vertebrate Paleontology" veröffentlichte das Forscherteam nun Details zu dem Fund: Aguascalientia panamaensis und Aguascalientia minuta lebten vor etwa 20 Millionen Jahre und stellen damit die ältesten Säugetiere dar, die bislang in Panama gefunden wurden.

"Sie gehören zu den ältesten Tieren, die zu Fuß nach Zentralamerika eingewandert sind", erklärte der Geologe Rincon. Vermutlich seien sie die Vorfahren der Lamas. Die seltsam aussehenden Tiere haben wenig mit den Kamelen von heute gemeinsam: Sie waren viel kleiner und die langgezogenen Schnauzen der Tiere ähnelten denen von Krokodilen. Rincon vermutet, dass die Urkamele in den Wäldern Panamas lebten.

Aushubmaterial vom Ausbau des Panama-Kanals

Die Wissenschafter untersuchen das Aushubmaterial beim Ausbau des Panama-Kanals. Rincon und seine Kollegen fanden auch Überreste von Pferden, Reptilien und Fledermäusen in den etwa 100 Millionen Kubikmetern Erde. Der Fund der Kamelfossilien wirft auch ein neues Licht auf die Frage, ab wann Nord- und Südamerika auf dem Landweg verbunden waren. Die Tiere hatten ihren Ursprung in Nordamerika, daher nehmen Wissenschafter an, dass vor 20 Millionen Jahren Zentralamerika noch von Südamerika getrennt war. Erst vor etwa drei Millionen Jahre habe sich wohl der Isthmus von Panama geformt - und die Tiere seien weiter nach Süden gewandert.

(APA/red, derstandard.at. 18.3.2012)

Tipps Parasiten (3-2009)

Der kleine Leberegel ist in unseren Beständen, ähnlich wie in der Schweiz, im Vormarsch. Dieser ist nicht in Feuchtgebieten angesiedelt, sondern lebt über eine Ameise als Zwischenwirt eher auf trockenen Standorten! Oft befällt er vor allem die bestens genährten Tiere massiv,  die dann kaum Symptome des Befalls zeigen. Eine Kotanalyse speziell auf diese Parasiten ist also angesagt. Dazu sollte der Kot unbedingt an drei aufeinander folgenden Tagen genommen werden, da die Ausscheidung nicht kontinuierlich erfolgt!

nach oben



Parasiten (1-2012)

Mit dem Beginn der Weideperiode gewinnt auch die Parasitenprophylaxe wieder an Bedeutung.

Es kann nicht oft genug erwähnt werden, das mit einer „Entwurmung“ mit Panacur, Ivomec, interzol, usw. zwar der Großteil der Magen-, Darm- und Lungenwürmer bekämpft wird, nicht jedoch Kokzidien oder gar der kleine oder große Leberegel!

Eine Kotprobe zu früh im Jahr bringt oft wenig Aufschluß über die Belastung mit Parasiten, da diese erst etwas später anfange, auszuscheiden und somit im Kot nachweisbar sind. Diese Biester sind so schlau, dass sie ihre Eier erst dann ausscheiden, wenn diese die größte Chance haben, wieder einen neuen Wirt zu erreichen.

Häufiger weren in letzter Zeit neben dem Befall mit kleinem Leberegel auch Probleme mit Kokzidien.

„Kokzidien sind Einzeller, die u.U. auch Bestandteil der gesunden Darmflora sind, bei Schwankungen im Immunsystem oder Verdauungsstörungen (Durchfall wegen zu viel Grünfutter, Unverträglichkeit, etc.) kann es zu einem Überhang dieser Parasiten kommen.  Ist das Immunsystem in Ordnung und stark genug, dann kommt die Darmflora gut mit den Kokzidien zurecht und läßt sie nicht zu stark werden.

Wichtig ist nicht nur, daß die Kokkzidien abgetötet werden, sondern daß danach die Darmflora wieder saniert wird. Sonst setzt sich gleich wieder eine Infektion fest, z.B. mit Escherichia coli. Für die Darmsanierung sollten Sie vermehrt rohfaser- und ballaststoffreiches Futter geben; am besten nur Heu geben.

Sobald sich die Kotkonsistenz normalisiert hat, kann das Tier langsam wieder an anderes Futter  gewöhnt werden, aber vorsichtig und in Maßen! „

(Quelle: zooplus.de)

Die vermehrte Belastung mit Kokzidien läßt sich auch auf den stärker werdenden Tierverkehr zurückführen. Besonders der „Decktourismus“ sei da erwähnt. Da gibt es Anbieter, die mit mehreren Hengsten von Betrieb zu Betrieb fahren, ihre Tiere dabei ständig neuen Belastungen zusätzlich zum Transport- und Deckstress aussetzen und dann mit den aufgesammelten neuen Parasiten zum nächsten Halter kommen. Dort treffen die Parasiten auf ideale neue Bedingungen und vermehren sich munter weiter.

Diesem Treiben sollte Einhalt geboten werden. Wenn ein neu ankommendes Tier im Betrieb zuerst eine Woche in Quarantäne gehalten wird, bevor es mit den eigenen Tieren in Berührung kommt, hört sich dieser „Decktourismus“ rasch wieder auf.

Wir müssen alle daran arbeiten, dass nicht durch solche Praktiken möglicherweise Krankheiten rasch gestreut werden, die uns sehr leicht die zukünftige Haltung von Neuweltkameliden erschweren können.

Was nützt es, wenn zum Beispiel ein „Super-Überdrüber-Deckhengst“ mit 17 Micron aus Deutschland kommend eine „Räude- Verwurmungs- oder Seuchenspur“ quer durch Österreich zieht, wem ist damit geholfen?

Etwas mehr Umsicht der einzelnen Tierhalter wäre da ratsam, gerne würde ich auch mehr Aufmerksamkeit der Behörden sehen!

Frisches Heu (2-2006)

Beachtet bitte, dass frisches Heu frühestens erst drei Wochen nach der Ernte verfüttert werden darf! In diesen (mindestens) drei Wochen muss es erst ausdünsten und könnte bei früherer Verfütterung zum Tod der Tiere führen!

nach oben



Pseudo Tubercolose (1-2005)

In den neunziger Jahren wurde vermutlich über Importe die Pseudo Tuberculose in unsere Tierbestände eingeschleppt. Sie hat sich inzwischen in einzelnen Tierbeständen ausgebreitet und hohe wirtschaftliche Schäden verursacht.
Die meisten Tierbestände an Neuweltkameliden und Altweltkameliden sind noch nicht betroffen.
Die Aufgabe der Vereine und Züchterverbände ist es deshalb, die weitere Verschleppung dieser Krankheit zu verhindern. Dies kann nur durch eine sachliche Aufklärung aller Kamelidenhalter gelingen.
Pseudo TB (es gibt wohl viele spezifische Bakterienstämme) ist bei kleinen Wiederkäuern seit langem in landwirtschaftlichen Tierhaltungen bekannt.
Die Bekämpfung erfolgte bisher durch Schlachtung. Bei uns Kamelidenhaltern stellt sich die Situation anders dar.
Unsere Tiere werden meist in Hobbyhaltungen gehalten,
deshalb ist es unrealistisch, hier mit Schlachtungen zu arbeiten! Zudem stehen unsere Tiere in engem Kontakt mit den Tierhaltern und fremden Menschen (z.B. Trekking, tiergestützte Therapie, Kamelreiten). Eine Übertragung auf den Menschen ist in der Literatur mehrfach beschrieben.
Inzwischen wurden die ersten Schadenersatzforderungen an Tierhalter gestellt, die wider besseres Wissen infizierte Tiere verkauft haben. Es ist denkbar, dass in Zukunft Schadenersatzforderungen sogar an Vereine gestellt werden,
die die Problematik der Pseudo TB gegenüber ihren Mitgliedern verharmlosen.  Durch den vermehrten, nationalen und auch internationalen Tierverkehr bei Nichteinhaltung der dafür vorgesehenen Untersuchungen wird der Verschleppung von Seuchen großer Vorschub geleistet. Es darf an dieser Stelle an die rasche Verbreitung der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien über Tiermärkte erinnert werden. Als Vorsichtsmaßnahme empfehlen wir auch bei Tierverkäufen im Inland, vor der Auslieferung eine Untersuchung durch den Tierarzt vornehmen zu lassen.

nach oben



VERMEHRTER MEDIZINISCHER EINSATZ BEI NEUWELTKAMELIDEN: (2-2013)

Die Abteilung für Wiederkäuer an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien „freut“
sich über erhöhtes Engagement betreffend Neuweltkameliden. In einer Zeit der rückläufig tierischen Agrarproduktion und Verlagerung in Großbetriebe mit intensiver medizinischer Bestandsbetreuung, ist das ein interessantes Gebiet, sowohl für Auszubildende als auch für Lehrende und Forschende. Die VetMed hat sich in den letzten Jahren in dankenswerter Weise unserer Tiere angenommen und viel Arbeit in dieses Gebiet investiert.

Bei all diesen erfreulichen Tatsachen finde ich es allerdings absolut entbehrlich, zusätzliche Arbeit für die Veterinärmedizin durch unüberlegte Einkäufe oder sonstige Aktionen zu schaffen.
Es mehren sich leider Fälle von teilweise schwer kranken Importtieren, von Tieren mit hochgradigem Milbenbefall, massiven Verwurmungen sowie Befall mit großem und kleinem Leberegel.
Seit vielen Jahren hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Tierhalter über mögliche gesundheitliche Risiken aufzuklären und vor lauernden Gefahren zu warnen.
Leider oder Gott sei Dank haben wir es mit Tieren zu tun, die äußerst robust sind. Diese Robustheit führt allerdings sehr oft auch dazu, dass beim Tierkauf zu viel in die großen Augen und viel zu wenig auf den Gesundheitszustand, d.h. auf die Tatsachen „unter der Wolle“, geschaut wird.
Ferner gibt es vor allem in der Alpakawelt mehr und mehr finanziell Geschädigte, die beim Kauf brutal über den Tresen gezogen werden, wenn ich es in dem „Chargon“ sagen darf, woher diese Praktiken in erster Linie kommen.
Da werden qualitativ sicherlich minderwertige Tiere zu teilweise sehr überhöhten Preisen verkauft – leider eben auch gekauft – und erst danach informieren sich die KäuferInnen über Qualitätskriterien und gesundheitliche Aspekte. Da werden Alpakawallache mit 10 Monaten angeboten und gekauft, da reist Alpakaland mit vielen Deckhengsten von Hof zu Hof, ohne entsprechende Vorkehrungen gegen leicht übertragbare Krankheiten getroffen zu haben.
Wenn gegen Magen- Darm- und Rundwürmer entwurmt wird, erwischt man keine Leberegel und trifft keine Vorkehrungen gegen Kokzidien! Wenn Tiere aus einem befallenen Bestand gekauft und ohne entsprechende Isolation und ohne sie zu behandeln auf die Weide gebracht werden, streut man die Parasiten intensiv dort aus.
Sicherlich haben wir robuste und einfach zu haltende Tiere, ein Mindestmaß an Gesundheitsvorsorge ist aber unerlässlich, um über die zu erwartende Lebensdauer gesunde Tiere zu haben. Vielfach treten die ersten Probleme, die man oft teuer mitgekauft hat, erst nach einigen Jahren auf, dann aber leider sehr deutlich merkbar.
Ein gewisses Maß an Gesundheitsmonitoring gehört ebenso zur Tierhaltung wie Mindeststandards bei der Weideführung. Zum Gesundheitsmonitoring gehören auch Kot-Analysen. Diese kosten zwar Geld, es ist aber immerhin sehr gut investiertes Geld.

nach oben



Entwurmungen: (3-2013)

Mit teils intensiver Bewerbung wird seitens der Firma Richter-Pharma das speziell gegen Leberegel bei Neuweltkameliden gemischte Prazikamel beworben.
Fälschlicherweise leider von manchen Tierärzten als
„DAS Entwurmungsmittel für Lamas und Alpakas“ angepriesen.

Aber Achtung! :
Es wirkt nicht gegen Magen-, Darm und Lungenwürmer,
lediglich gegen den
kleinen Leberegel sowie gegen Bandwürmer.

Abgesehen davon ist es unverhältnismäßig teuer (30,- bis 48,- Euro je Tier!), Praziquantel gibt es in gleicher Dosierung um etwa 4,- Euro für ein erwachsenes Lama (125 kg) bzw. 2,- für ein durchschnittliches Alpaka.
Da zahlt sich das selber mischen mit Holunder Sirup oder Öl jedenfalls aus.


Das Prazikamel geht zurück auf eine Dosierungsempfehlung von Herrn Professor Prosl, die er gemeinsam mit dem Zoo-Tierarzt von Schönbrunn seinerzeit speziell für die Vikunjas entwickelt hatte.
Meine Variante der Mischung des stark bitteren Pulvers mit Dicksaft (Sirup), wie bereits vor Jahren in LARA-News empfohlen, war dann Ausgangsbasis für die Mischung von Richter-Pharma.

nach oben



Zur Startseite

Impressum